Ausbildungsbeginn 2019

     

Am Sonntag, den 11.08.2019 wurde an der Jagdhütte der JS Gera der

Ausbildungslehrgang 2019/2020 der Jagdschule der Jägerschaft Gera

feierlich eröffnet.

Auch in diesem Jahr kann sich die Jagdschule über 12 neue Eleven freuen,

die sich zum Ziel gesetzt haben, das Handwerk der „Grünen Zunft“ zu

erlernen, die Ausbildung dazu erfolgreich zu absolvieren, um dann die Reihen

unserer Jägerschaft, als weidgerechte Jäger zu stärken.

Die „Frischlinge“ wurden durch den Vorsitzenden unserer Jägerschaft und

Leiter der Jagdschule Thomas Widling zusammen mit der Jagdhorrngruppe 

brauchtumsgerecht begrüßt.

Anschließend ging es dann zur „1.Stunde“, welche die Vorstellung des

Lehrstuhles, das erste gemeinsame Kennenlernen, die Einweisung über den

Ausbildungsablauf und natürlich die Übergabe der bereitgestellten Lehrmittel

beinhaltete.

Vollgepackt mit jeder Menge Informationen, riefen die Jagdhörner dann

- Zum Essen -.

Und so hatte bei herrlichstem Sonnenschein, einer deftigen

Wildschweinwurst, kühlen Getränken und guten Gesprächen die

„Jagdschuleinführung“ ihren Ausklang in geselliger Runde.

Wir wünschen unseren Eleven für ihre Ausbildung ein kräftig Weidmannsheil.

Ein Häuschen im Grünen oder Hausbesetzer gesucht

Ein Häuschen im Grünen, Platz um die Kinder in Ruhe aufwachsen zu sehen. Wer wünscht sich das nicht. Ein Haus zu bauen, da gehört erst mal viel Willenskraft dazu. Mut, auch durch schwierige Phasen zu gehen. Bauplatz finden, Finanzierung planen. Welches Haus ist für meine Bedürfnisse das richtige? Welche Firmen liefern und bauen zuverlässig? Alles Fragen, die einem schon mal den Schlaf rauben können, wenn man sich was wünscht.

Paula Wallstabe hat als Zweitklässlerin sicher noch viele andere Wünsche. Im Garten bei Opa Thomas stellte sie aber fest, dass es viel ruhiger ist, als in der hektischen Stadt mit ihrem Arbeitslärm und den Geräuschen des geschäftigen Tuns. Hier hört man wirklich noch die verschiedenen Stimmen der Vögel. Wir haben Spielplätze, wo aber sind die Vögel? Ihr Opa erzählte ihr, dass die Vögel wichtig sind für das ökologische Gleichgewicht der Natur, will man zukünftig noch mehr auf Schädlingsvernichtungsmittel verzichten. Wenn die Vogeleltern ihre Jungen aufziehen und das manchmal 2x im Jahr, verschwinden Unmengen von Schädlingen in den kleinen Schnäbelchen der Vogelkinder. Im vergangenen Jahr baute Sie mit Opa einen Nistkasten und hängte diesen im Garten auf. Es dauerte nicht lange, da waren auch hier, wie in den vier anderen Häuschen, fleißige Vogeleltern dabei ihre Kinderstuben einzurichten.

Das müssten alle Leute machen, dann hört man vielleicht nur noch die Vögel. Sicherlich ein Traum, aber die Idee zur Einfamilienhaussiedlung  in der Stadt war geboren. Paula schmiedete Pläne. Opa holte sich die Leute vom größten Naturschutzbund, der Jägerschaft Gera, mit ins Boot. Viele Projekte werden von den Jägern voran getrieben. Bäume pflanzen, Schutzhecken und Wildäsungsflächen anlegen, etc. Seit vielen Jahren werden auch schon Nistkästen mit Kindern gebaut und aufgehangen. Nachdem die Finanzierung stand, konnten die Fertigteile von den „geschützten Werkstätten“  in Worbis gefertigt und geliefert werden. Gemeinsam mit ihren Mitschülern der Klasse 2b, der Entdeckergrundschule Gera und dem Klassenlehrer Herrn Ilmer wurden die ersten Häuser für Blau- und Kohlmeisen gefertigt. Mit großem Eifer waren die Kinder dabei und halfen sich gegenseitig. Boden, Wände, Dach, alles wichtig. Das Wichtigste aber ist die Haustür der Häuschen. Jede Vogelart verlangt da natürlich unterschiedliche Mindestgrößen der Fluglöcher. Schließlich will man‘s ja als Eltern auch bequem haben. Opa, selbst Jäger, kam mit Emmi, seinem Rauhaardackel in die Schule, erzählte und beantwortete die vielen Fragen der kleinen Baumeister. In der Entdeckerwerkstatt wurden an einem anderen Nachmittag die restlichen der 15 Häuschen gefertigt. Die Standortfrage war noch zu klären. Opa schlug die Allee am Schreberweg in der Verlängerung zum Ostfriedhof vor. Die Stadt Gera versucht diese grüne Oase in der Stadt seit einem Jahr wieder neu zu gestalten und hat mit den Mitarbeitern der „Lebenshilfe“ unzählige neue Büsche gepflanzt. In den kommenden Wochen werden die Kinder die Vogelhäuschen, zusammen mit Emmi, aufhängen und hoffen, dass die zukünftigen Vogeleltern so schnell wie möglich zu „Hausbesetzern“ werden. Vielleicht hört ihr bald das Gezwitscher. Baut Häuser und hängt sie auf!

> zum OTZ Artikel vom 18.05.2019