Resümee

 

 

Jungjägerausbildung Jägerschaft Gera e.V. 18/19

 

 

12.08.18:


Jener Sonntag sollte ein besonderer Tag im Leben von uns, den Jagdscheinanwärtern des Jungjägerlehrganges
18/19, werden. Sozusagen als Startschuss, fand an diesem Sonntag die Eröffnungsveranstaltung statt. Nach
einer kurzen und prägnanten Eröffnungsrede und der Ausgabe der Lernunterlagen wurde in geselliger Runde
gegessen und man lernte sich bereits etwas kennen. Mit einer schier grenzenlosen Motivation und Freude auf
das was da kommt, fuhren wir an jenem Tag in heimische Gefilde.

 

An den vielen nachfolgenden Sonntagen trafen wir uns in der Jagdhütte der Jägerschaft Gera e.V. in
Burkersdorf, um jeweils von 8:00-12:00 Uhr, das von den Dozenten zur Verfügung gestellte und vorgetragene
Wissen gierig aufzusaugen, sowie diese im Gegenzug mit Fragen zu löchern. Dabei wurde es aufgrund der
Vielzahl an Lernfächern (Waffenkunde, Jagdpraxis/Jagdliches Brauchtum, Wildkrankheiten/
Wildbrethygiene, Jagdhundewesen, Haarwild/Federwild, Jagdrecht/Waffenrecht und natürlich Wald-/
Landbau und Naturschutz) nie monoton oder gar langweilig. Natürlich durften dabei auch die Pausen nicht
fehlen, in welchen es immer gesellig und unterhaltsam zuging.

Neben dem theoretischem Unterricht hatten wir auch einige praktische Lerneinheiten, sei es nun die Teilnahme
an Drückjagden (als Treiber), die Exkursionen in ein Forstrevier und in denTierpark Gera oder der
Fallenlehrgang, welche die Ausbildung noch abwechslungsreicher gestalteten.
Den dritten Bestandteil der Ausbildung bildete dieUnterweisung im Umgang und Schießen mit Lang- und
Kurzwaffen. Für die Langwaffen trafen wir uns dazu regelmäßig auf dem Schießplatz in Kuhndorf um die
Disziplinen Bock stehend angestrichen, Bock sitzend aufgelegt, laufender Keiler und Tontaubenschießen zu
trainieren. Für viele war es das erste Mal das sie mit einer Waffe, diesen Kalibers, schossen und
dementsprechend groß war die Aufregung.

Das Kurzwaffenschießen fand hingegen auf dem Schießplatz in Lauterbach statt und gestaltete sich schwieriger
als wir es uns ausgemalt hatten. Ein Highlight der Schießausbildung war der Besuch im Schießkino
Königshofen, wo das (Flüchtig-) Schießen unter so realistischen Bedingungen wie nur irgend möglich trainiert
wurde und verschiedene Waffen und Visiereinrichtungen ausprobiert werden konnten. Im Verlauf der
Schießausbildung zeigte sich bei allen Teilnehmern, die von den Ausbildern prophezeite Leistungskurve, welche
wir vorher nicht erwartet hätten.

So verging die Zeit und die knapp 9 Monate bis zur Prüfung waren schneller verstrichen als wir es uns je
erträumt hätten. Zur Vorbereitung auf diese, trafen wir uns etwa einmal im Monat, zu den allseits beliebten
Lernabenden in der Jagdhütte. Dabei durfte natürlich auch das gemeinsame Grillen nicht fehlen.

 

06.04.19:


Mit klopfendem Herzen und einer fast greifbaren Anspannung fanden wir uns an jenem Tag um 7:30 Uhr auf
dem Schießplatz Kuhndorf ein, um die Jagdprüfung abzulegen. Los ging es mit der Schriftlichen Prüfung und
setzte sich über das Schießen bis hin zur Mündlich-Praktischen Prüfung fort.
Als alle den letzten Prüfungsbestandteil absolviert hatten, warteten wir mit gemischten Gefühlen auf die
Verkündung der Ergebnisse. Am Ende hatten von 8 Mann und 1 Frau, 8 beim ersten Anlauf und 1 beim
Zweiten, eine Woche später, bestanden. Glücklich und etwas perplex fuhren wir am Ende des Tages nach
Hause.


Als krönender Abschluss fand am nächsten Tag die offizielle Abschlussfeier in Burkersdorf statt. Dank der
vielen Gäste und Besucher, der hervorragenden Verpflegung, dem warmen und sonnigem Wetter und der
stimmungsvollen Unterhaltung durch die Bläsergruppe der „Reuß´schen Jäger“, wurde dieser Tag zu einem
vollen Erfolg und wird uns immer in Erinnerung bleiben.
Wir danken all denen, welche uns auf diesem Weg begleitet haben. Das sind zum einen natürlich unsere
Dozenten, zum anderen unsere Lehrprinzen und auch Steffen Zaumsegel und Robert Beuse, welche uns gerade
in der heißen Phase, speziell bei den letzten Lernabenden, zur Seite gestanden und uns bei der Vorbereitung
unterstützt haben.


Horrido und Weidmannsheil

Jungjägerlehrgang 18/19